Am 31.07.2026 wurden wir um 20:12 Uhr gemeinsam mit den Feuerwehren Inzersdorf ob der Traisen, Herzogenburg-Stadt, Reichersdorf, Getzersdorf, Theyern, St. Andrä an der Traisen, Traismauer-Stadt, Statzendorf, St. Pölten-Stadt und Paudorf zu einem B3-Wohnhausbrand nach Waltersdorf alarmiert.
Die Freiwillige Feuerwehr Nußdorf ob der Traisen rückte mit rund 15 Mitgliedern zur Einsatzstelle aus. Unsere Aufgaben umfassten die Unterstützung der umfassenden Brandbekämpfung unter schwerem Atemschutz. Dabei war unser Atemschutztrupp mehrfach im Innenangriff im Einsatz und führte Löscharbeiten im Brandobjekt sowie einen Löschangriff über das angrenzende Nebengebäude in den Dachstuhl durch. Die dafür erforderliche Angriffsleitung samt Wasserzufuhr wurde ebenfalls von unserer Mannschaft aufgebaut und in Betrieb genommen.
Zusätzlich unterstützten wir die eingesetzten Kräfte durch das Bereitstellen von Einsatzmaterial, das Entfernen von Vegetation, welche die Löscharbeiten und Zufahrtswege behinderte, errichteten mit Einbruch der Dunkelheit eine Flutlichtbeleuchtung und stellten die Wasserversorgung für die Wasserwerfer der Drehleitern sicher.
Im gesamten Einsatzverlauf wurden die Atemschutztrupps aller eingesetzten Feuerwehren im regelmäßigen Wechsel zur Brandbekämpfung sowie zum Auffinden und Ablöschen von Glutnestern eingesetzt. In enger Zusammenarbeit mit den Drehleitern und deren Wasserwerfern konnte der Brand Schritt für Schritt unter Kontrolle gebracht werden. Mithilfe von Halligan-Tools mussten zudem mehrere Türen geöffnet werden, um weitere Brandherde erreichen und die Nachlöscharbeiten durchführen zu können.
Die Löscharbeiten fanden unter äußerst herausfordernden Bedingungen statt. Bei Außentemperaturen von deutlich über 30 °C waren die eingesetzten Kräfte durch die enorme Hitze und die schwere Schutzausrüstung körperlich stark gefordert. Glücklicherweise herrschte während der gesamten Brandbekämpfung nahezu Windstille. Dadurch konnte eine weitere Brandausbreitung auf umliegende Objekte verhindert und der Löschangriff gezielt durchgeführt werden.
Um 00:11 Uhr konnte schließlich „Brand aus“ gemeldet werden. Kurz darauf setzte Wind ein, wodurch sich die Gefahr eines Wiederaufflammens einzelner Glutnester erhöhte. Aus diesem Grund verblieben einige Feuerwehren noch an der Einsatzstelle, um das Brandobjekt weiterhin zu kontrollieren und gegebenenfalls sofort eingreifen zu können. Anschließend folgten umfangreiche Kontroll- und Nachlöscharbeiten.
Ein solcher Einsatz zeigt einmal mehr, wie wichtig die professionelle Zusammenarbeit zahlreicher Feuerwehren bei einem Brandeinsatz dieser Größenordnung ist. Nur durch das koordinierte Zusammenspiel aller eingesetzten Kräfte konnte der Brand erfolgreich bekämpft und ein Übergreifen auf weitere Objekte verhindert werden.
Ein herzlicher Dank gilt allen eingesetzten Feuerwehren sowie den weiteren Einsatzorganisationen für die ausgezeichnete Zusammenarbeit und den professionellen Einsatz.











